Greenpeace-Umfrage zeigt hohe Erwartung auch bei CDU-Wählern

Hamburg. Die überwiegende Mehrheit der Deutschen erwartet von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stärkeren Einsatz beim Ausstieg aus der Kohle. 69 Prozent der Befragten in einer repräsentativen Emnid-Umfrage im Auftrag von Greenpeace beantworteten folgende Frage mit Ja: „Soll sich Bundeskanzlerin Merkel aktiver für den Kohleausstieg in Deutschland einsetzen?“. Auch in Merkels eigener Partei liegt die Zustimmung mit 66 Prozent hoch, unter SPD-Wählern sogar noch etwas höher (77 Prozent).

Tagebau Kraftwerk Jaenschwalde
Aussteigen! (Foto: Hanno Böck; Lizenz: Gemeinfrei)

„Die Deutschen wollen den Kohleausstieg und sie wollen, dass die Kanzlerin ihn endlich angeht. Jetzt nach der Klimakonferenz ist der richtige Zeitpunkt“, sagt Greenpeace-Energieexperte Tobias Münchmeyer. Die vollständige Umfrage finden Sie hier.

Die UN-Klimakonferenz in Paris endete bekanntlich mit einem internationalen Abkommen zum Klimaschutz. Darin verpflichten sich mehr als 190 Staaten, den Anstieg der Temperaturen deutlich unter 2 Grad, möglichst bei 1,5 Grad zu halten. Die bisherigen Zusagen der Länder reichen nicht aus, dieses Ziel zu erreichen. Entsprechend müssen nun die nationalen Klimaziele rasch verstärkt werden. Der einfachste und schnellste Weg dazu ist, Kohlekraftwerke durch Erneuerbare Energien zu ersetzen. 

Greenpeace fordert bis 2030 aus der Braunkohle auszusteigen und bis 2040 aus der Kohle insgesamt. Wie Deutschlands Energieversorgung gleichzeitig bis zum Jahr 2050 zu 100 Prozent auf Erneuerbare Energien umgestellt werden kann, hat Greenpeace unlängst im Energieszenario „Der Plan“ dargelegt. 

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