#Klimakrise

  • #aussteigen-Demo – 25.000 protestieren zur IAA für eine echte Mobilitätswende

    München / Berlin. 25.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben am Samstag in München anlässlich der IAA mit einer großen Fahrrad-Sternfahrt und Fußgängerdemo für eine echte Mobilitätswende demonstriert. Unter dem Motto #aussteigen forderte die bunte Demo eine klare Abkehr von der autodominierten Verkehrspolitik und Vorrang für den Fuß-, Rad- und Nahverkehr. Die Politik müsse sich endlich aus der erdrückenden Umarmung der Automobilindustrie befreien, um einen klimafreundlichen Verkehr für alle zu ermöglichen, so das Bündnis aus ADFC, Attac, BUND, Campact, DUH, Greenpeace, NaturFreunde Deutschlands und VCD, das zu den Protesten aufgerufen hatte.

    IAA21 Fahrraddemo
    (Foto: © iaa-demo.de)

  • 68 % der Erwerbstätigen fuhren 2020 mit dem Auto zur Arbeit

    Pkw werden auch auf kürzeren Arbeitswegen regelmäßig eingesetzt +++ Zahl der Autos pro Haushalt nimmt zu

    WIESBADEN – Für Millionen Berufspendlerinnen und -pendler ist das Auto als Beförderungsmittel erste Wahl. Im Jahr 2020 gaben 68 % von ihnen an, normalerweise mit dem Pkw zur Arbeit zu fahren. Das teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Die Nutzerinnen und -nutzer öffentlicher Verkehrsmittel wie Bus oder Bahn machten mit gut 13 % einen deutlich geringeren Anteil aus. Jede beziehungsweise jeder zehnte Erwerbstätige fuhr regelmäßig mit dem Fahrrad zur Arbeit.

    pendler autonutzung

  • Auswirkungen tropischer Wirbelstürme reduzieren

    Der doppelte Nutzen von Klimaschutz durch Begrenzung und Verzögerung der globalen Erwärmung

    Die Erhöhung von einem auf zwei Grad Celsius globale Erwärmung könnte dazu führen, dass ca. 25 Prozent mehr Menschen durch tropische Wirbelstürme gefährdet sind, so das Ergebnis einer neuen Studie. Schon heute gehören Wirbelstürme und Taifune zu den schlimmsten Naturkatastrophen weltweit und bedrohen potenziell etwa 150 Millionen Menschen pro Jahr. Zusätzlich zum Klimawandel trägt das Bevölkerungswachstum dazu bei, dass die Gefährdung durch tropische Wirbelstürme weiter zunimmt, insbesondere in den Küstengebieten ostafrikanischer Länder und der USA. Gleichzeitig bietet die gekoppelte Berücksichtigung von Klimawandelfolgen und Bevölkerungswachstum ein ungenutztes Potenzial zum Schutz einer sich wandelnden Weltbevölkerung.

    Hope Town Hurricane Dorian
    Zerstörungen durch Hurrikan Dorian auf den Bahamas 2019 (Foto: Public Domain)

  • Die Kinder von heute werden zwei- bis siebenmal mehr Extreme erleben als ihre Großeltern

    Die Kinder von heute werden viel stärker von Klimaextremen betroffen sein als die Erwachsenen von heute, das zeigen Forscherinnen und Forscher in der führenden wissenschaftlichen Zeitschrift Science. Ein Kind, das im Jahr 2021 geboren wird, wird im Laufe seines Lebens durchschnittlich doppelt so viele Waldbrände, zwei- bis dreimal so viele Dürren, fast dreimal so viele Flussüberschwemmungen und Ernteausfälle sowie siebenmal mehr Hitzewellen erleben als eine Person, die heute zum Beispiel 60 Jahre alt ist. Das ermittelten die Forschenden auf der Grundlage von Daten des Inter-Sectoral Impact Model Intercomparison Project (ISIMIP). Dies gilt für ein Szenario, das von den derzeitigen ungenügenden Zusagen der Regierungen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen ausgeht, die auf dem bevorstehenden Weltklimagipfel COP26 in Glasgow ein Thema sein werden.

    Duerre Norddeutschland
    Trockenheit 2018: Vergleich von Norddeutschland und Dänemark zwischen dem 19. Juli 2017 und dem 24. Juli 2018 (Foto NASA: Public Domain)

  • Friday for Future: Weltweiter Klimastreik am 24. September

    Am 24. September 2021 werden weltweit wieder hunderttausende Menschen auf den Straßen sein: Für echten Klimaschutz, eine Zukunft ohne Klimakrise und das Versprechen, die Bundestagswahl zur Klimawahl zu machen. Finde Deine Demo auf klima-streik.org/demos

  • Großer Hunger – von Menschen gemacht

    Aachen. Anlässlich des heutigen Welternährungstages weist MISEREOR auf die angespannte Hunger-Situation in mehreren Ländern Afrikas hin. Dramatisch ist die Lage aktuell unter anderem in Äthiopien, Südsudan und Madagaskar. MISEREOR-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel wirbt für Solidarität und ruft zu entschiedenem Handeln auf:

    „Ernährungskrisen sind in den meisten Fällen von Menschen gemacht. Wir können etwas dagegen tun, zumal global genügend Lebensmittel verfügbar sind, damit alle Menschen auf diesem Erdplaneten satt werden. Deutschland muss seine Bemühungen zu ziviler Konfliktbearbeitung und Krisenprävention verstärken, ebenso seinen Einsatz für gerechtere Handelsstrukturen und an den Klimawandel angepasste landwirtschaftliche Anbaumethoden. Den Schlüssel zur Lösung vieler Hungerkrisen haben wir in der Hand.“

    VOA Tigray
    Zerstörter Panzer auf der Hauptstraße von Edaga Hamus in der Tigray-Region (Foto: Public Domain)

  • Madagaskar: Hunger durch wahrscheinlich schlimmste Dürre in der Geschichte

    Hilfsorganisationen sind vor Ort aktiv +++ Regierungen müssen Klimakrise bekämpfen, um Menschenleben zu retten

    Dem Süden Madagaskars steht eine große Hungersnot bevor. Tausende Menschen hungern bereits. Die globale Klimakrise hat die Situation noch verschärft - das Land erlebt derzeit eine der schlimmsten Dürreperioden seiner Geschichte. Amnesty International macht in einem soeben erschienenen Bericht auf die Gefahrenlage aufmerksam. Die Menschenrechtsorganisation fordert die internationale Gemeinschaft auf, die Klimakrise konsequent zu bekämpfen, um die Rechte derjenigen zu schützen, die durch den Klimawandel besonders gefährdet sind.

    Map of Madagascar
    (Grafik: Public Domain)

  • Milliardäre profitieren trotz Pandemie, die Ärmsten werden abgehängt

    Oxfam: Menschen in Armut unterstützen, Wirtschaft demokratisieren

    Berlin, 25. Januar 2021. Die Covid-19-Pandemie verschärft weltweit die soziale Ungleichheit. Während die 1.000 reichsten Menschen ihre Verluste in der Corona-Krise in nur neun Monaten wettmachten, könnte es mehr als ein Jahrzehnt dauern, bis sich die Ärmsten von den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie erholt haben. Darauf weist die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam in einem neuen Bericht  hin, der im Vorfeld der virtuellen Veranstaltung „Davos-Agenda“ erscheint. Dem Bericht zufolge droht eine Verschärfung der wirtschaftlichen Ungleichheit in fast allen Ländern gleichzeitig – zum ersten Mal seit Beginn der Aufzeichnungen vor über einem Jahrhundert. Das liegt auch daran, dass die Wirtschaft vor allem auf Gewinnmaximierung ausgerichtet ist. Oxfam fordert stärkere Unterstützung von Menschen in Armut und die Ausrichtung der Wirtschaft am Gemeinwohl.

    IGM
    Verteilungsgerechtigkeit und Demokratisierung der Wirtschaft sind auch Aufgaben der Gewerkschaften (Foto: Udo Schuldt)
  • Mit Vollgas in die Sackgasse

    Studie zum Rohstoffverbrauch der Autoindustrie: Organisationen fordern klima- und rohstoffgerechte Mobilitätswende

    Berlin/Aachen. Um Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung beim Rohstoffabbau zu verhindern, ist eine rohstoffgerechte Mobilitätswende notwendig. Zu diesem Ergebnis kommt die Neuauflage der Studie „Weniger Autos, mehr globale Gerechtigkeit“, die Brot für die Welt, MISEREOR und PowerShift anlässlich der Internationalen Automobilausstellung (IAA) veröffentlichten.

  • Moorschutz ist Klimaschutz

    Bundesumweltministerium (BMU) veröffentlicht Nationale Moorschutzstrategie +++ BUND: Die Richtung stimmt, aber die Vorgehensweise ist noch zu zaghaft

    Das Bundesumweltministerium hat erstmals eine Nationale Moorschutzstrategie veröffentlicht. Sie enthält die Grundsätze, Ziele und Maßnahmen, die für einen erfolgreichen Moorschutz auf Bundesebene erforderlich sind. Rund sieben Prozent der deutschen Treibhausgasemissionen entweichen aus entwässerten Moorböden. Durch die Entwässerung ist auch die für Moorgebiete typische Artenvielfalt stark bedroht. Daher ist ein ambitionierter Moorschutz wichtig: für Klimaschutz und Biodiversität, für die Klimaanpassung und für eine nachhaltige Landwirtschaft.

    Moorlandschaft
    Moorlandschaft bei Hamburg (Foto: Udo Schuldt)

  • Schockverstärkung

    Wirtschaftliche Schäden durch Wetterextreme können einander aufschaukeln  - weltweit

    Wetterextreme können Schockwellen entlang unserer Lieferketten verursachen. Wenn sie ungefähr zur gleichen Zeit auftreten, überlagern sich diese Wellen und können einander verstärken, so eine neue Studie - selbst wenn die Wetterextreme an völlig unterschiedlichen Orten der Welt auftreten. Die daraus resultierenden wirtschaftlichen Verluste sind größer als die Schadenssumme der Einzelereignisse, wie die Forscher in Computersimulationen zeigen. Reiche Länder sind dabei den Berechnungen zufolge stärker betroffen als arme. Wetterextreme nehmen weltweit zu, weil wir durch die Verbrennung von Kohle, Gas und Öl Treibhausgase ausstoßen. Jetzt zeigt sich, dass die wirtschaftlichen Wirkungen größer werden können als bisher angenommen.

    Hochwasser Altenahr Kreuzberg
    Hochwasser in Altenahr Kreuzberg, Juli 2021 (Foto: Public Domain)

  • Studie belegt: Klimakrise hat Wahrscheinlichkeit und Heftigkeit der Flutkatastrophe gesteigert

    Massiver Handlungsdruck für deutsche Politik

    Reaktion auf Attributionsstudie der World Weather Attribution-Initiative: Germanwatch fordert neben finanziellen Hilfen für deutsche Regionen klare Konzepte der Parteien zu Klimaanpassungs- und vor allem Klimaschutzmaßnahmen +++ BUND: Nächste Bundesregierung muss drastische Maßnahmen zum Klimaschutz ergreifen

    Hochwasser Altenahr Kreuzberg
    Hochwasser in Altenahr Kreuzberg, Juli 2021 (Foto: Public Domain)

  • Weltkatastrophenbericht 2020

    DRK warnt: Klimabedingte Naturkatastrophen nehmen zu

    csm PM WDR 5eec6a40c6
    Teresa und ihr Sohn vor ihrem zerstörten Haus in Dondo, Mosambik, nachdem Zyklon Idai 2019 über das Land fegte. (Foto: © IFRC/ Corrie Butler)