#CO2-Bepreisung

  • CO2-Bepreisung kann soziales Gefälle verringern

    Spätestens seit den Protestaktionen der „Gelbwesten“ in Frankreich ab 2018 ist es ein Argument, auf das man gefasst sein muss: Ärmere Haushalte gäben prozentual mehr Geld für Energie aus und seien daher besonders betroffen, wenn der Staat mit seiner Klimapolitik Treibhausgas-Emissionen verteuert. Doch das entspricht nicht generell der Realität. In vielen Fällen kann eine CO₂-Bepreisung die Kluft zwischen Arm und Reich verringern, belegt eine Metastudie unter Führung des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW).

    ÖPNV
    In Industrieländern nutzen Ärmere tendenziell eher den energieeffizienten öffentlichen Verkehr und sind daher von steigenden CO2-Preisen weniger betroffen (Foto: Udo Schuldt)
  • Emissionshandel 2021 mit Rekordeinnahmen von über 12 Milliarden Euro

    Einnahmen fördern Klimaschutz und entlasten Verbraucher mit 4,7 Mrd. € beim Strompreis

    Der Europäische Emissionshandel (EU-ETS) hat dem Bund im Jahr 2021 Auktionserlöse in Höhe von 5,3 Milliarden Euro generiert. Die Einnahmen sind damit doppelt so hoch wie im Jahr 2020. Zusätzlich wurden durch den Zertifikateverkauf beim neuen nationalen Emissionshandelssystem (nEHS), das seit 2021 die Sektoren Wärme und Verkehr umfasst, rund 7,2 Milliarden Euro eingenommen. Die Gesamteinnahmen aus beiden Systemen belaufen sich damit für 2021 auf rund 12,5 Milliarden Euro und fließen in den Energie- und Klimafonds (EKF). Sie eröffnen so neue Spielräume zur staatlichen Unterstützung von Klimaschutzmaßnahmen und werden außerdem genutzt, um anteilig die Stromkosten in Deutschland zu stabilisieren.

    Kraftwerk WedelKraftwerke, wie das Kraftwerk Wedel, nehmen am europäischen Emissionshandel teil (Foto: Udo Schuldt)

  • MCC bringt Online-Rechner zu CO₂-Bepreisung mit sozialem Ausgleich

    Um rund 7 Cent hat die zu Jahresbeginn eingeführte nationale CO₂-Bepreisung für fossile Kraft- und Brennstoffe den Liter Sprit verteuert, auch Heizen mit Öl und Gas kostet dadurch etwas mehr, im Gegenzug hat die Regierung unter anderem über die EEG-Umlage etwas Entlastung beim Strompreis geschaffen. Wie es weitergeht mit der CO₂-Bepreisung und auch mit der Kompensation, wird heiß diskutiert. Für Orientierung sorgt jetzt ein interaktiver „CO₂-Preis-Rechner“, erstellt vom Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change).

    Strompreisrechner
    (Grafik: MCC CO2-Preis-Rechner, Lizenz: CC BY-ND 4.0)

  • Reich und exzessiv

    Oxfam-Bericht zu ungleichen CO2-Emissionen in Europa

    • Reiche steigern CO2-Emissionen

    • Gering- und Durchschnittsverdienende  verringern diese deutlich

    Die Organisation fordert daher: Der europäische Green Deal muss bei massiver Ungleichheit beim CO2-Ausstoß ansetzen und exzessive Emissionen der europäischen Gutverdiener*innen verringern.

    U Bahn
    Gering- und Durchschnittsverdiener verhalten sich klimafreundlicher (Foto: Udo Schuldt)
  • Warum China in den Klimaschutz investiert

    Deutsch-chinesische Forschungsgruppe zeigt: Die Verbesserung der Luftqualität in Chinas Städten stellt eine zusätzliche Motivation für Klimaschutz dar

    China verursacht weltweit am meisten Kohlendioxid (CO₂) und trägt so maßgeblich zur Klimaerwärmung bei. Doch mittlerweile investiert die Volksrepublik stark in die Reduktion ihres CO2-Ausstoßes. Dahinter steckt vermutlich mehr als der reine Wunsch nach Klimaschutz. Denn mit einem Rückgang der CO2-Emissionen geht auch eine Verbesserung der Luftqualität auf lokaler Ebene einher. Prof. Bodo Sturm von der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) zeigt erstmals in einer gemeinsamen Studie mit Prof. Andreas Löschel (Westfälische Wilhelms-Universität Münster), Prof. Wolfgang Buchholz (Universität Regensburg) sowie Prof. Jiansuo Pei, Dr. Ran Wang und Prof. Zhongxiu Zhao (Universität für Außenwirtschaft und Handel Peking), dass der lokale Zusatznutzen von Klimaschutz die individuellen Entscheidungen von Einwohnerinnen und Einwohnern Pekings beeinflusst. Die Ergebnisse erscheinen nun in der Fachzeitschrift „Land Economics“.
    Prof DrProf. Dr. Bodo Sturm (Foto © HTWK Leipzig)